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Frühere Hinweise

Sprache - Arbeit - Migration

 

 

Wllkommenskultur à la Circus Halligalli: ein Video

Captain Crazy und Sexy Rexy entdecken Deutschland - oder Deutschland ist leider ab 18:00 abends geschlossen und öffnet erst wieder um 9:00 am nächsten Morgen. - Der ultimative Trailer (auf der Mediathek von Pro Sieben) für jeden, der sich mit "Willkommenskultur" befassen will oder muss. Eine kleine Kritik: Das was gezeigt wird, bezieht lediglich die Männerkultur ein.
 

 

  

Chaos Ehegattennachzug

„Ungleichbehandlungen von drittstaatsangehörigen Ausländern unter- schiedlicher Herkunftsländer sind dem Aufenthaltsrecht nicht fremd. Sie sind auch angesichts des Gleichheitssatzes vertretbar, wenn ausreichende Sachgründe für die für Inländer geltenden Anforderungen bestehen und sich die Benachtei-ligung in Grenzen hält.“ – Viel besser lässt sich das Chaos nicht begründen, das sich der deutsche Gesetzgeber auf freiwilliger Basis zur Frage des Ehegattennachzugs von Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund angerichtet hat. Erfolgt ist die Aussage in der Antwort auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. – Beim Lesen der 28 Seiten umfas- senden Drucksache kann man sich durch dieses bürokratische Chaos durcharbeiten, wobei es aber hilfreich ist, wenn man sich im Ausländerrecht ein wenig auskennt. Eine gute Lesehilfe bietet der Beitrag "Wie die Bundesregierung am Sprachtest beim Ehegattennachzug festhält".

 

  

Vielfalt in der Politik

Die weltweite Migration erhöht den Grad der Diversifizierung in den europäischen Gesellschaften und die Demokratien sind gefordert, die „Herzen und Köpfe“ der sich zunehmend diver- sifizierenden Bevölkerungen zu gewinnen. Die  Aufgabe von poli- tischen Parteien ist es, den Willen aller gegenüber dem Staat und den Einfluss der Bevölkerung auf die Entwicklungen der Gesel- lschaft zu integrieren. Die Akteure der Legislative und der Exe- kutive tragen ebenso wie Parteien die Verantwortung dafür, dass die gesamte Bevölkerung in ihrer Vielfalt an den Pro-zessen beteiligt ist. Das  EU-Projekt DIVPOL - "Diversity in Political Parties’ Programmes" ist diesen Herausforderungen nachgegangen und hat Politiker, Mitarbeiter und  "Gate-Keeper" von Parteien sowie Vertreter von Migrantenoganisationen in sieben europäischen Ländern befragt (zum Abschlussbericht).

 

  

Armut, Arbeit, Integration

Die Bundesregierung hat  einen Staatssekretärsausschuss zu "Rechtsfragen und Herausforderungen bei der Inanspruchnahme der sozialen Sicherungssysteme durch Angehörige der EU-Mitgliedstaaten" eingesetzt. Am 26. März 2014 legte der Ausschuss dem Kabinett seinen Zwischenbericht vor. Erste Pressemeldungen kritisieren diesen Armutsbericht unter der Überschrift "Die Bundesregierung diskriminiert". Überaus deutlich wird in diesem Bericht  ein Zusammenhang zwischen Arbeit und "gewollter" Integration hergestellt, der einem Beitrag von 2011 in dem Online-Nachrichtendienst Migazin erneut Aktualität verleiht. In dem Beitrag wurde sehr knapp und kritisch auf den Zusammenhang von Arbeit und Integration - vor allem aus der Perspektive der "zu Integrierenden" hingewiesen: "Arbeit statt Integration? Arbeitsmigranten wissen, dass 'Integration' im Wohlfahrtsstaat ein Ammenmärchen ist wie anderswo. 'Integration“ ist eine Ware und kostet 2000 € netto im Monat."

 

  

Alltagsrassismus im Bild

Subtiler oder beiläufiger Rassismus kann genauso schädlich sein wie seine offeneren Formen. Der Alltagsrassismus ist gekenn-zeichnet durch das demütigende Verhalten im Bus oder bei der Arbeit oder ... . Solche Situationen greift das Video „The Invisible Discriminator' - Stop. Think. Respect” in eindringlicher und ein-facher Weise auf: Bemerkenswert ist die Umsetzung der Idee durch den dramaturgischen Einsatz des "bösen Kerls", der den Protagonisten in den einzelnen Szenen die "Vorurteile" in einer unaufdringlichen Art einflüstert: "Kannst Du ihr wirklich trauen?" – Auch die Reaktionen der "Diskriminierten" sind hervorragend angelegt: Da sie ja nicht direkt diskriminiert, nicht mal direkt angesprochen werden, verfügen sie auch nicht über die Option auf eine Reaktion.

 

  

Integrationskurse: Kinderbetreuung soll entfallen

In einem "offenen Brief" an die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz, kritisieren Kursleiter von Integrationskursen u.a. die Organisation und Struktur der Kurse und fragen konkret zur geplanten Einstellung der Kinderbetreuung: "Wird der Wegfall der Kinderbetreuung “bisweilen auch einen positiven Druck bewirken, Kinder mit Migrationshintergrund in staatliche Einrichtungen mit professioneller Betreuung zu geben”, wie das BAMF schreibt? Oder wird der Wegfall der Kinderbetreuung dazu führen, dass das BAMF Geld spart, weil weniger Mütter an den Integrationskursen teilnehmen werden?"

 

   

Funktionaler Analphabetismus in der Arbeitswelt
 

Seit Erscheinen der leo.Studie der Universität Hamburg ist bekannt, dass ca. 7.5 Mio. Menschen in Deutschland Probleme mit dem Lesen und dem Schreiben haben.  Oftmals weiß selbst das engste Umfeld der Betroffenen nichts von deren Problemen. Den Weg zu einem Lernangebot finden nur wenige: etwa 20.000 Betroffene! Das Projekt MENTO - "Ausbildung und Implementierung von Lernberater/-innen und Lernmento- r/-innen und Sensibilisierung arbeitsweltlicher Akteure für Grundbildung und Alphabetisierung in der Arbeitswelt" - wendet sich an das betriebliche Umfeld der Betroffenen.  Zu den Aufgaben des Projektes gehört die Ausbildung von  Kollegi/-nnen zu Mentor/-innen sowie zu Lernberate/-rinnen, die als eine erste Ansprechstation für betroffene Kolleg/-innen bei Bedarf Hilfe organisieren und passende Lernangebote vermitteln. Ziel dieser Arbeit ist die mittelfristige Herausbildung eines kollegialen-gewerkschaftlich-solidarischen Hilfenetzwerks. Die Qualifi- zierungen sind aufgrund der öffent-lichen Förderung kostenfrei; nähere Angaben zu den Angeboten sind auf der Projektseite des DGB Bildungswerks zu finden.

 

 

 

 

Zuwanderung spanischer Pflegekräfte

 

Marisa ist eine hoch qualifizierte und in Deutschland "händeringend" gesuchte Pflegekrat mit einen Vertrag über drei Jahre. "Bis zu 7000 Euro müsse sie zahlen, wenn sie früher rauswolle, sagt sie und zeigt die entsprechende Klausel. Als sie in Deutschland anfing, stellte die Klinik sie für einen von der EU bezahlten Sprachkurs frei. Damit sich das auszahlt, soll sie 36 Monate bleiben - oder zahlen." So ein Artikel in Spielgel Online.

 

  

UN Welttag gegen Menschenhandel

"Der Menschenhandel und die Ausbeutung von Menschen durch Menschenhandel gehören zu den schwersten Verletzungen der Menschenwürde, die es gibt. Der Menschenhandel erstreckt sich auf  Zwangs- und Sklavenarbeit, auf verschiedene Formen sexueller Ausbeutung, Zwangsheiratungen, Entnahme von Orga- nen und andere zeitgenössische sklavereiähnliche Praktiken." – So die  UN-Hochkommissarin für Menschenrechte in der Erklärung zum ersten Welttag gegen Menschenhandel am 30.07.14. - Weitere Informationen der United Nations zum Menschenhandel.

 

 

  

Prüfen und Testen von Sprachkenntnissen in der Migration

Das Transnationale ExpertInnenforum "Sprache und Migration" hat auf seinem Treffen im Mai 2014 ein Positionspapier "Prüfen und Testen - als Fördern verkauft" erarbeitet. Kritisiert wird u.a. "die Tendenz zu immer mehr formellen und einsprachigen Tests, deren Validität in verschiedener Hinsicht (v.a. Zuverlässigkeit und Aussa- gekraft) in Frage zu stellen ist, anstatt das Individuum in den Mit- telpunkt zu rücken und Bedürfnisse, Lebenswelten und Erfah- rungsräume wahrzunehmen. Wir fordern mehr empirische Unter- suchungen sowohl zur Funktion von Sprachkenntnissen im Migrationskontext als auch zur Wirksamkeit der... Maßnahmen."

 

  

Agentur der EU für Grundrechte

Der diesjährige Jahresbericht der „Agentur der Europäischen Union für Grundrechte“  bietet einen Überblick über die wichtigsten rechtlichen und politischen Entwicklungen in Europa im Bereich der Grundrechte mit besonderem Blick auf die Themen: Asyl, Einwanderung und Integration; Grenzkontrolle und Visapolitik; Informationsgesellschaft, Achtung des Privatlebens und des Datenschutzes; Rechte des Kindes und Schutz der Kinder; Gleichheit und Nichtdiskriminierung; Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz; Zugang zum Recht und Justiz; Rechte der Opfer von Straftaten; EU-Mitgliedstaaten und internationale Verpflichtungen. Er bietet zudem einen Überblick über Entwicklungen zur Integration der Roma n und die Verwendung der EU-Charta der Grundrechte vor den nationalen Gerichten. Der Bericht steht auf Englisch und Französisch zum Download zur Verfügung.

 

  

Arbeitsmigration weltweit

Die Hälfte aller Migranten weltweit sind auch Arbeitnehmer, der Einfluss von  Arbeitsministerien und anderen Sozialpartnern auf die nationalen Einwanderungspolitiken ist aber nur sehr be- grenzt. Dieses Fazit wird in dem neuesten Migrationsbericht der International Lobour Orgnization (ILO) gezogen. Die ILO (deutsch: Internationale Arbeitsorganisation – IAO) ist als Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in Genf zuständig für die Formulierung und Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialstandards. Auf  103. Internationalen Arbeitskonferenz  stellte der ILO- Generaldirektor Guy Ryder seinen neuesten Bericht „Faire Migration: Festlegung einer Agenda der IAO“ vor; gestaltet werden müsse eine Agenda für eine faire Migration, „die nicht nur die grundlegenden Rechte der Wanderarbeitnehmer achtet, sondern ihnen auch echte Möglichkeiten für menschenwürdige Arbeit bietet." Der Bericht enthält Hintergrundinformationen zur weltweiten Arbeitsmigration und zu den sich daraus ergebenden Fragestellungen. Weitere Informationen können auf dem Portal "Labour migration" der ILO-Website nachgelesen werden.

 

  

Sprachnachweis für Ehegatten aus der Türkei verstößt gegen Unionsrecht

"Dass Deutschland Ehegatten von rechtmäßig im Inland wohnenden türkischen Staatsangehörigen ein Visum zum Zweck des Ehegattennachzugs nur erteilt, wenn sie einfache Kenntnisse der deut schen Sprache nachweisen, verstößt gegen das Unionsrecht. Das 2007 eingeführte Spracherfordernis ist nicht mit der Stillhalteklausel des Assoziierungsabkommens mit der Türkei vereinbar".  So der Gerichtshof der Europäischen Union in seinem Urteil am 10.07.14 (siehe dazu die Presse-mitteilung und das Urteil des Gerichsthofes in der Rechtssache C-138/13). - Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bun- desminister des Innern, Dr. Günter Krings, hat bereits zum Urteil Stellung bezogen: "Grundsätzlich ist der Sprachnachweis für drittstaatsangehörige Ehegatten aber auch nach dem Urteil des EuGH weiterhin mit dem Recht der EU vereinbar. Wir sehen uns insoweit in unserer Ansicht bestätigt, dass der Sprachnachweis vor Einreise mit fundamentalen Rechten – wie etwa dem Recht auf familiäres Zusammenleben – vereinbar ist."

 

  

Unübersetzbar: Formacja, Talaka, Litost u.a.

Sprachhandlungen sind ein Ausdruck der Kultur par excellence. Eine Sprache verdichtet kulturelle Sichtweisen einer Gemein- schaft, zum Beispiel über zwischenmnschliche Beziehungen, Gefühle, Verhaltensweisen, Wahrnehmungen. Sie verkörpert historische Erfahrungen und folglich kann sie nicht in der gleichen Weise von anderen Sprachen geteilt werden. Unübersetzbarkeit sollte aber kein Hindernis für das Zusammenleben sein, ist aber der Impuls, der den Herausgeber der Website Europe’s not dead,  Romain Seignovert, veranlasst hat, eine Liste von unübersetzbaren Worten zu starten. Einige Worte drücken Gefühle aus, "die wir alle einmal erlebt haben, aber ohne die Möglichkeit, sie zu benennen.“ - Für Deutsch steht übrigens das Wort "Schadenfreude" auf der Liste, für Österreischisch "Torschlusspanik". Weitere Listen auf der Website: Schimpfworte, Schmerzensrufe, Nachnamen, ... .

 

  

Diskriminierung: Augen auf!

Die  Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) fördert mit ihrem „Programm Europeans for Peace“ internationale Austauschprojekte für Jugendliche aus Deutschland und den Ländern Mittel-, Ost - und Südosteuropas sowie Israel. Anfang Juli 2014 startete die Ausschreibung für das Jahr 2015/16 unter dem Titel „Diskriminierung: Augen auf! “. Angefragt sind bis zum 15.12.14 Ideen von Schulen oder außerschulischen Bildungsträgern, die sich in internationaler Partnerschaft zusammenschließen, um sich mit Diskriminierung und Verfolgung im Nationalsozialismus oder aktuelle Formen von Diskriminierung vor dem Hintergrund des Verbots der Diskriminierung (Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) zu befassen.

 

  

Integrierte Sprachförderung am Beispiel

Die Broschüre "Herausforderungen erkennen. Umsetzung gestalten. Erfahrungen teilen", wurde von LIFE e.V. im Rahmen des  Landesnetzwerks Integration durch Qualifizierung (IQ) Berlin erstellt.  Am Beispiel einer Weiterbildung für Ingenieurinnen werden zahlreiche Beispiele und Empfehlungen vorgestellt, wie Sprach- und Fachunterricht sinnvoll miteinander verknüpft werden können. Die Handreichung "Herausforderungen erkennen. Umsetzung gestalten. Erfahrungen teilen. Integrierte Sprachförderung in der Weiterbildung „Neue Energie für Ingenieurinnen“ richtet sich an Fach- und Sprachlehrkräfte.

 

  

Sprachsensible Beratung

Die Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch im bundesweiten  Netzwerk "Integration durch Qaulifizierung" (IQ) hat u.a. zum Thema "sprachsensibler Frachunterricht" Fortbildungen konzpiert und durchgeführt sowie Materialien entwickelt. Aufgrund der Anregungen von Berater/inne/n  aus dem IQ Netzwerk hat die Fachstelle sowohl das Konzept der Sprachsensibilisierung als auch die Materialien für den Beratungskontext  aufbereitet. In der jetzt veröffentlichten Handreichung werden Stolpersteine und Schwierigkeiten aufgezeigt, die sich sprachlich in Beratungs-gesprächen  ergeben können. Die Broschüre "Sprachsensibel be- raten. Praktische Tipps für Beraterinnen und Berater" will dazu beitragen, dass Beraterinnen und Berater sprachbewusst und sprachsensibel die deutsche Sprache einsetzen können, und schlägt exemplarische Handlungsansätze vor.

 

  

Kiezdeutsch oder Jugendjargon?

"Gehst du Bus?,  „Kiezdeutsch gibt's bald ohne Kiez“, "Kommst du mit Klo?" oder "Ich war Fußball" – mit diesen und ähnlichen Überschriften berichtete die Presse über eine Dissertation von Diana Marossek an der TU Berlin. Eine neue Umgangssprache entstehe, so ein Fazit der Dissertation, die sich mit den Ursachen der Entwicklung gesprochener Sprachvarietät von jungen Menschen in Berlin befasst. Die Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit sich Jugendliche ohne Migrations- hintergrund die Sprechweisen der Migranten, also die „multiethnischen Stile“, angeeignet haben und diese in verschiedenen Situationen im (Schul-) Alltag verwenden.
Die Dissertation steht auf dem "digitalen Repositorium der Technischen Universität Berlin" als Download zur Verfügung.

 

 

Teilhabe von  Flüchtlingen an Ausbildung und Arbeit 

Geduldete Flüchtlinge und Asylsuchende werden erst seit ca. 10 Jahren im Feld der Arbeitsmarktintegration – und zudem bis heute eher zaghaft - mit öffentlichen Mitteln gefördert. „Dies ist auch ein Grund dafür, dass zu den Lebenslagen von Flüchtlingen im Kontext von Bildung, Arbeitsmarkt und gesellschaftlicher Partizipation auf Seiten der Institutionen, der Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft ein hohes Maß an Unkenntnis herrscht.“ Die jüngst veröffentlichte Publikation „Inklusion auf Raten. Zur Teilhabe von Flüchtlingen an Ausbildung und Arbeit“, herausgegeben von Maren Gag und Franziska Voges, bietet einen breiten und fundierten Überblick über Erfahrungen und Analysen zu der Frage, in wie weit auch für diese Gruppe Inklusion als Chance begriffen werden kann und begriffen wird. Um zum Diskurs über gesellschaftliche Teilhabegerechtigkeit beizutragen, werden aus den Perspektiven von Forschung, Politik und Projektpraxis Chancen und Problemlagen zu verschiedenen Arbeitsfeldern im Kontext der beruflichen Integration von Flüchtlingen thematisiert. Der Band ist  in der Reihe „Bildung in Umbruchgesellschaften“ des Waxmann Verlags erschienen (zum Inhaltsverzeichnis)

Integrationspolitik  in Europa

In einem Bericht, der für die Parlamentarische Versammlung des Europarats zum Thema Integration von Migranten in Europa erstellt wurde, wird eine proaktive, nachhaltige und globale Politik eingefordert: Die Berichterstatterin, Marietta Karamanli aus Frankreich, konzentriert sich auf Fragen zum Arbeitsmarkt, zur Bildung, zur politischen Teilhabe und zur Antidiskriminierung. „Die Versammlung stellt fest, dass das Gesamtniveau der Integration unbefriedigend bleibt. Migranten erleiden weiterhin wirtschaftliche und soziale Ungleichheit, die zu Isolation und zum Anwachsen von Zuwanderungs-Ghettos führt. Vor diesem Hintergrund  und um eine bessere Integration von Migranten zu gewährleisten, unterstreicht die Versammlung die Notwendigkeit, zu einer umfassenden Politik umzuschwenken, die die Berufsausbildung und die Anerkennung von Qualifikationen erleichtern, und, wenn möglich, langfristige Aufenthaltsgenehmigungen zu gewähren." Eine noch vorläufige Version des Berichts steht als Download zur Verfügung. 

 

Berufsbezogenes Deutsch: Dokumentation Netze knüpfen

Im Rahmen des Landesnetzwerks "Integration durch Qualifizierung" (IQ) NRW fand im Oktober 2012 der Fachtag „Berufsbezogenes Deutsch – Knüpfen am gemeinsamen Netz“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, das Thema Berufsbezogenes Deutsch stärker in die Fachpraxis zu verankern und zu weiteren unterstützenden Deutschförderangeboten in der beruflichen Qualifizierung anzuregen.   „Immer in Verbindung mit den Men- schen. Für eine umfassende Teilhabe am Arbeitsleben“ – so der Untertitel der Dokumentation. Die Broschüre wurde von der Arbiterwohlfahrt KV  Bielefeld herausgegeben und steht als PDF-Dokument auf der Seite der IQ-Fachstelle "Berufsbezogenes Deutsch" als Download zur Verfügung. 

 

 

 

Leitfaden Diversity in der Verwaltung

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)  hatte 2011 ein Pilotprojekt zu Diversity in Verwaltungen gestartet. Ergebnisse dieser Arbeit wurden nunmehr in einem Praxisleitfaden veröffentlicht: „Diversity Mainstreaming für Verwaltungen. Schritt für Schritt zu mehr Diversity und weniger Diskriminierung in öffentlichen Institutionen". Der Leitfaden kann als Druckexemplar bestellt werden und steht als Download auf der Website der ADS zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildungsbericht 2014

Zwar konnten Schülerinnen und Schüler „mit Migra- tionshintergrund“ ihre Leistungen in der Schule immer mehr verbessern, doch kann das Bildungssystem soziale Ungleichheit nach wie vor nicht auffangen. Das geht u.a. aus dem Bildungsbericht 2014 hervor, der  zum fünften Mal im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) erstellt wurde. Ein eigenes Kapitel ist der Weiterbildung von Personen mit Migrationshintergrund gewidmet: „Die Wichtigkeit der Weiterbildung für die berufliche und soziale Integration von Zuge- wanderten ergibt sich aus dem Sachverhalt, dass ‚gesteuerte Zuwanderung’ als eine Strategie zur Behebung des Fach- kräftemangels gilt und bisher die Integration der Zuge- wanderten in den deutschen Arbeitsmarkt begrenzt geblieben ist. Wei- terbildungsbeteiligung ist nicht allein individueller Anstrengung zuzuschreiben, sondern auch von Gelegenheits- strukturen abhängig.“ Ein zentrales Ergebnis dieses Kapitels besagt, dass Personen mit Migrationshintergrund vor allem bei der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung unterrepräsentiert sind. Dagegen ist die Beteiligung an allgemeiner Weiterbildung zwischen den betrach- teten Gruppen ausgeglichen.“

 

 

 

 

Zuwanderungsrecht für ausländische Fachkräfte 

"Deutschland ist auf gutem Wege, die Willkommenskultur entscheidend zu verbessern. " Dieses Fazit zieht Sigmar Gabriel bei der Vorstellung einer Studie zur praktischen Umsetzung des aktuellen Zuwanderungsrechts für ausländische Fachkräfte. Die Studie "Wirkungsanalyse des rechtlichen Rahmens für ausländische Fachkräfte" wurde  im Auftrag des Bundesministe- riums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erstellt. Sie geht  auch auf die Rolle der (berufsbezogene) Deutschkenntnisse für Fachkräfte aus dem Ausland ein und stellt hierzu  u.a. fest: „Ausländische Studierende und Promovierende sind zum Teil unzureichend über die rechtlichen Regelungen zur Ausübung einer Tätigkeit im Nebenerwerb informiert. Mehr als die Hälfte der Befragten nimmt es als Schwierigkeit wahr, einen Nebenjob zu finden. Als Gründe werden vor allem mangelnde Deutschkenntnisse und die Anforderungen der Arbeitgeberinnen und -geber bzgl. der Sprachkompetenzen genannt.“ „Gerade um eine Ausbildung zu absolvieren, sind (berufsbe- zogene) Deutschkenntnisse entscheidend. Die Nachfrage nach Sprachkursen hat sowohl im In- als auch im Ausland zuge- nommen.“ Ausdrücklich werden in der Studie auch die (sprachlichen) Hürden in der Ausländerbehörde sowie in anderen Behörden als Hindernis hervorgehoben: „... Ohne Unterstützung oder eigene Deutschkenntnisse ist es fast unmöglich, die relevanten Behördengänge zu erledigen.“ 

 

 

 

 

 

Neuere Anwerbeprogramme - ein  Überblick

Eine kurze und sehr konzentrierte Zusammenfassung zur Fachkräfteeinwanderung in Deutschland bietet ein Beitrag des Online-Portals zur Migrationsgesellschaft „Migration & Bevöl-kerung". U.a. wird unter dem Stichwort Anwerbeprogramme auch auf die neueste aktive Rekrutierungspolitik von nationalstaatlicher Seite mit den Programmen „MobiPro-EU“, „Triple Win“ und „Make it in Germany“ verwiesen, die von einer Vielzahl an dezentralen Initiativen staatlicher und nicht-staatlicher Akteure (IHKs, Nationales MINT-Forum usw.) ergänzt werden. Angemahnt wird: „Was aber noch aussteht, ist eine stärkere Koordination der einzelnen Maßnahmen und deren Ausweitung sowie ein kohärentes, von der Politik begleitetes Konzept für eine auf Dauer angelegte proaktive Migrationspolitik."

 

 

Berufsbezogenes Deutsch in der Altenpflege

Das Projekt „Fachsprache Deutsch in der Altenpflege“ (FaDA) des AWO Bundesverbandes e.V., das mit Mitteln des ESF von 2011 bis 2014 gefördert wurde, hat in seiner Ab- schlusspublikation „FaDA - Fachsprache Deutsch in der Alten- pflege. Handbuch für eine berufsbezogene Sprachförderung“ den Verlauf und die Ergebnisse des Projekts veröffentlicht. Mit dem Projektansatz sollte vor allem der Blick auf die zahlreichen vorhandenen Potenziale in Deutschland  gerichtet und qualifiziert unterstützt werden. Das FaDA Handbuch versteht sich in erster Linie als ein Umsetzungsleitfaden für Lehrende und Trainer/-innen, die berufsbezogenes Deutsch für Alten- pflegekräfte unterrichten, und richtet sich auch an Planer/innen aus der Fort- und Weiterbildung und Unternehmen, die im Bereich der Altenpflege arbeiten (zum Inhaltsverezichnis).

 

 

Sprachsensibler Fachunterricht - eine Internet-Plattform

Für eine chancengerechte Wissensvermittlung in Deutsch als Unterrichtssprache und unter Berücksichtigung der Mehr- sprachigkeit wurde auf Initiative des Österreichischen Sprachen-Kompetenz-Zentrums und im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Bildung und Frauen eine Plattform zur Förderung des sprachsensiblen Unterrichts in allen Fächern eingerichtet. Auf dieser Plattform  werden Unterrichts- materialien, didaktische Konzepte, Fortbildungsangebote, Literatur und vieles mehr vorgestellt und kommuniziert. Aus- drücklich werden die Nutzer der Seite auch aufgefordert, Informationen und praxisbewährte Materialien zur Förderung der Bildungssprache auf dieser Plattform zur Verfügung stellen. - Eine Seite, die nicht "nur" für den schulischen Unterricht, sondern auch für den berufsbezogenen Deutschunterricht vielfältige Anregungen bietet.

 

 

 

  

Arbeitsmigration aus Bulgarien und Rumänien

"Wissen ist Schutz!" ist ein Leitfaden für Menschen aus Bulgarien und Rumänien, die vorübergehend oder auf Dauer in Deutschland leben und arbeiten wollen. Er enthält Informationen, die helfen, in Deutschland eine legale Arbeit unter fairen Bedingungen zu finden. Die bulgarisch- und rumänischsprachigen Fassungen stehen  jeweils als  Druck-exemplare und als PDF-Downloads zur Verfügung.

Auf der Website Faire Mobilität des DGB finden sich auch weitere aktuelle und vertiefende Informationen und Materialein zur Arbeitnehmer­freizügigkeit, zur Saison­arbeit, zum Entsendungs- recht und zur (Arbeits-) Migrations­politik.

 

 

 

 

  

Sieben Milliarden Andere

Das Projekt 7Milliarden wurde bereits 2003 gestartet und bisher wurden 6000 Interviews in 84 Ländern von ca. 20 Kamerateams aufgenommen „Vom brasilianischen Fischer bis zur chinesischen Ladenbesitzerin, vom deutschen Künstler bis zum afghanischen Bauern haben alle dieselben Fragen beantwortet: Fragen über ihre Ängste, ihre Träume, ihre Schicksale, ihre Hoffnungen. Was haben Sie von ihren Eltern gelernt? Welche Schicksalsschläge mussten Sie in ihrem Leben schon hinnehmen? ...“ Die Filme stehen auf der Website des Projekts zur Ansicht bereit. Und: Jederman und Jederfrau ist aufgerufen, sich aktiv an der Produktion von (eigenen) Proträts zu beteiligen.

 

 


Berufsbezogene Sprachkompetenz

Die Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch des bundesweiten Netzwerks IQ hat eine Dokumentation zu der von ihr ausgestalteten Fachveranstaltung "Berufsbezogene Sprach-kompetenz feststellen, fördern & zertifizieren" am 28. November  2013 erstellt und als PDF-Datei zum Download zur Verfügung gestellt.

 

 

 

"Teufelszeug Ehegattennachzug"

Die Studie „Integration von eingewanderten Ehegattinnen und Ehegatten in Deutschland“, die kürzlich vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) veröffentlicht wurde, geht u. a. der Frage nach, wie sinnhaft die Sprachnachweise seien. Eine der Fragen lautete: „Seit August 2007 müssen im Rahmen des Ehegattennachzuges nach Deutschland einreisende Ehepartner/innen einfache Deutschkenntnisse nachweisen. Halten Sie eine solche Regelung für sinnvoll?“ Manfred Schmidt, der Präsident des BAMF kündigte diese Studie mit den Worten an: „Die Studie zeigt für mich, dass die Kritik an den Sprachtests offensichtlich an den Interessen der Betroffenen vorbeigeht.“ 

Von der Presse wurde diese positive Wertung überwiegend übernommen. Mit einem kritischeren Blick hat Tim Gerber in Migazin vom 20.05.14 diese Studie betrachtet und spitzt seine Kritik zu: „Teufelszeug Ehegattennachzug. Türkenfeindlichkeit hinter einer seriösen Studie versteckt“.

 

 

Foto-Projekt Gewalt durch Sprache

„Nigger, Schwule, Hure, Spasti, Überflüssige, Fehler, Müll, Fettwanst … “ - Ein sehenswertes Foto-Projekt zum Thema "Gewalt durch Sprache" – nicht nur für Political-Correctness-Liebhaber.

 

 

 

 

 

 

 

 

Diskriminierung am Ausbildungsmarkt

Der Forschungsbereich des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hat „mithilfe eines Korrespondenztests erstmals statistisch nachgewiesen, dass ein diskriminierungsfreier Zugang zur Ausbildung im dualen System in Deutschland noch nicht gewährleistet ist.“ Auf der Grundlage einer eigens durchgeführten Empirischen Studie zur Diskriminierung von Bewerbern auf dem deutschen Ausbildungsmarkt werden Erkenntnisse zu den Mechanismen von Diskriminierung und Handlungsempfehlungen vorgestellt. Die an der Studie beteiligten jugendlichen Bewerber waren „im Hinblick auf ihr Alter, ihre (einwandfreien) deutschen Sprachkenntnisse, ihre Qualifikationen und ihre Schullaufbahn vollkommen gleich geeignet, sie unterschieden sich lediglich durch ihre Namen und ihre Staatsangehörigkeit (deutsch bzw. türkisch).“ Zwar dürfe von den Ergebnissen nicht pauschal auf den gesamten Ausbildungsmarkt geschlossen werden, vor allem können auch keine Rückschlüsse auf den Zugang zur schulischen Bildung gezogen werden, so im Fazit der Studie. Trotzdem sind die Ergebnisse für die Integrationsdebatte in Deutschland von eminenter Bedeutung: „Ein von meritokratischen Prinzipien geleitetes Bildungssystem bzw. ein leistungsorientierter Arbeitsmarkt verspricht unter anderem, dass der Zugang zu diesen Systemen frei von Diskriminierung ist." Stehen  Teilhabechancen nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung oder werden bestimmte Gruppen benachteiligt, ist Integration nachhaltig gefährdet. Die Studie wurde von der Robert Bosch Stiftung gefördert. (Infografik SVR/ Deniz Keskin)

 

 

 

Prekärer Integrationskurs

So erfreulich die vor Kurzem erfolgte teilweise Zurücknahme des Förderungsstopps für die ESF-BAMF-Kurse einerseits ist (siehe dazu den Hinweis „ESF-BAMF-Kurse 2014 nun doch gesichert“ auf dieser Seite), so ist  aus Sicht der Praxis bisher noch ungeklärt, „wie die Situation bei den einzelnen Trägern aussieht und wann es mit den Kursen weitergehen kann.“ – Vor allem für KursleiterInnen bestätigt sich mit dieser Unsicherheit erneut deren prekäre Beschäftigungssituation. Georg Niedermüller, einer der Begründer der „Initiative Bildung Prekär“ (IBP) und Integrationskursleiter, greift in seinem Beitrag „Arm durch Arbeit. Statt Deutschkurse für Ausländer: ‚auf Dauer eine andere Tätigkeit suchen” diesen Zusammenhang in Migazin vom 09.05.14 auf und schildert die prekären Arbeitsbedingungen:  „Bei einem so volatilen Bildungsmarkt, aus dem der Staat sich so weit wie möglich raushält, ist es für eine Lehrkraft nur sinnvoll, nach anderen Beschäftigungsmöglichkeiten Ausschau zu halten. Selbst in einem Call-Center hat man ein besseres und sichereres Einkommen als in den staatlichen Deutschkursen.“ 

 

 

 Auch ich bin Deutschland

Jetzt gibt es in Anlehnung an das Projekt ‘I, too, am Harvard’ (siehe dazu den früheren Hinweis im Archiv "Ich bin nicht halb irgendwas - Auch ich bin Oxford") ebenfalls in Deutschland eine Kampagne AuchIchBinDeutschland, die verdeutlichen soll, dass Deutschland und "Deutschsein" sich wandeln und die verbreiteten Zuschreibungskriterien nicht mehr die demo- grafische Realität widerspiegeln.  Weitere Foto-Beiträge sind erwünscht.

 

 

 

 

 

Migrationspolitik und Geschlechtergerechtigkeit

„Politiken, die Dienstleistungen für Hausarbeit und häusliche Pflege fördern, tragen zur Entwicklung eines stark feminisierten, prekären und gering qualifizierten Arbeitssektors und damit indirekt zum Anstieg des Lohngefälles zwischen Männern und Frauen bei.“ In einem kürzlich veröffentlichten E-Paper der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Titel „Care Crisis: Welche Auswirkungen haben Migrationspolitiken auf Geschlechter-gerechtigkeit?“ analysiert die Autorin Emilia Roig die kombinierten Effekte der Familien-, Arbeitsmarkt-, Gleichstellungs- und Zuwan-derungspolitik auf die Situation von Frauen „mit Migra-tionshintergrund“ in der Pflegebranche. Ein wichtiges Fazit: „Reinigungsarbeiten, Pflege- und Sorgetätigkeiten in Privat-haushalten werden vielfach durch zugewanderte Frauen aus Drittländern ausgeübt. Diese Tendenz zum ‚modifizierten Hausfrauenmodell’ bildet die Kehrseite der zunehmenden Erwerbstätigkeit von deutschen Frauen bei Verbleib der Männer in der Ernährerrolle und der Vollbeschäftigung. Sorgearbeit wird auf diese Weise von gut verdienenden an gering qualifizierte, häufig zugewanderte Frauen umverteilt.“

 

 

Nachweis von Sprachkenntnissen vor EU-Gerichtshof

"Nach Ansicht von Generalanwalt Paolo Mengozzi verstößt es gegen das Unionsrecht, dass in Deutschland Drittstaats-angehörigen ein Visum zum Zweck des Ehegattennachzugs nur erteilt wird, wenn sie Grundkenntnisse der deutschen Sprache nachweisen können. Das 2007 eingeführte Spracherfordernis ist weder mit der Stillhalteklausel des Assoziierungsabkommens mit der Türkei noch mit der Richtlinie über die Familienzu-sammenführung vereinbar." - Die Richter des Gerichtshofs treten nunmehr in die Beratung ein. Ausführich ist die Begründung des Generalanwalts nachzulesen in der Pressemitteilung Nr. 63/14 vom 30.04.2014 des Gerichtshof der Europäischen Union. - Das "Transnationale ExpertInnenforum" hat übrigens bereits 2009 ein ausführliches  Posiitionspapier aus fachlicher Sicht zum Thema erstellt.  

 

 

 

ESF-BAMF-Kurse 2014 nun doch gesichert

Die berufsbezogenen Deutschkurse aus ESF-Mitteln (ESF-BAMF-Programm), für die Ende März abrupt ein Bewilligungsstopp ausgesprochen wurde, werden nun doch weiter bewilligt werden können, wenn auch in geringerem Umfang als ursprünglich geplant. Dem BMAS ist es "gelungen, noch einmal zusätzliche ESF-Mittel in Höhe von rund 34 Millionen Euro für die Fortführung des Programms bis zum 31. Dezember 2014 bereitzustellen. ... Ein ESF-finanziertes Nachfolgeprogramm wird es ab 2015 geben." - So die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung.

 

 

 

 Jahresgutachten zum sozialen Zusammenhalt


"Je besser es dem Standort Deutschland geht, desto mehr wächst die Armut". - Ein wichtiger Beitrag des Paritätischen: Das Jahresgutachten zum sozialen Zusammenhalt in Deutschland trägt den Titel "Das Soziale - in der Krise?" und soll ein Gegengewicht zu den rein ökonomischen Gutachten der fünf Wirtschaftsweisen bilden - so der Verbandsvorsitzende Rolf Rosenbrock bei der Präsentation des 54-seitigen Berichts auf der Pressekonferenz am 24.04.2014 bei der Vorstellung des Gutachtens.

 

 

 

 

 

 

Jahresgutachten des Sachverständigenrats  

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration legt mit seinem neuesten Jahresgutachten eine bilanzierende Bewertung der Migrations- und Integrationspolitik der letzten fünf Jahre vor: „Während die Bilanz in der Integrationspolitik gemischt ausfällt, ist bei der Arbeits-migrationspolitik eine weitgehende Liberalisierung der Zuzugs-möglichkeiten für Fachkräfte erreicht worden. Dennoch fehlt nach wie vor eine zuwanderungspolitische Gesamtstrategie.“ Für das Jahresgutachten wurde zum dritten Mal ein Integrationsbarometer erstellt. Befragt wurden rund 5.660 Personen mit und ohne Migrationshintergrund. Das Gutachten „Deutschlands Wandel zum modernen Einwanderungsland“ bündelt die Bilanz in 9 Kernbotschaften und bietet  auch eine Vielzahl von Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der Integrations- und Migrationspolitik.

 

  

EU: Entsendung von Arbeitnehmern

Das Europäische Parlament stimmte am 16.04.14  der neuen Entsenderichtlinie zum Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) zu: „Die geplante Abschwächung der EU-Entsenderichtlinie unter dem Vorwand ihrer angeblich besseren Durchsetzung bedeutet nichts anderes als eine neue Runde im Sozialdumping. Damit würde dem Entsendebetrug Tür und Tor geöffnet. Die in Brüssel machen so Europa kaputt“, so der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. Auf der Website von “LabourNet Germany“ ist ein Dossier zum Thema „EU: Debatte um Durchsetzungs-Richtlinie zur Entsendung“ erstellt worden.

 

 

IAB-Studie zum Lohngefälle und zur Job-Hierarchie von MigrantInnen

„Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere kürzlich migrierte Per- sonen in schlechter bezahlenden Betrieben arbeiten. In Bezug auf die Job-Hierarchie zeigt sich, dass Migranten in niedrigeren Positionen beschäftigt sind. Lohnregressionen ergeben den Befund, dass die negative Selektion in schlechter bezahlte Jobs und zu schlechter bezahlenden Arbeitgebern einen großen Anteil des Lohnunterschieds zwischen Migranten und Deutschen erklärt."  (Aus der Kurzfassung der IAB-Studie "Sorting within and across establishments.")

 

 

 

Zum Nachdenken: Faire Sprache

 

"Nicht selten geht Macht mit Gewalt einher. Menschen, die  sagen: "Das ist doch kein schlimmes Wort, das meine ich doch gar nicht schlecht!" offenbaren, dass sie weiterhin die Gewalt darüber behalten möchten, welche Worte (und somit Stereotype) auf wen angewandt werden." Diese Überlegung und weit mehr Nachdenkenswertes  zum Sprachgebrauch sind auf der Website von fair-sprech nachzulesen.

 

  

 

Deutsch lernen für Jugendliche in der Berufsbildung

An der Berufsbildenden Schule Melle wird geplant, für die Durch- führung von Sprachkursen für jungdliche MigrantInnen externe  Bil- dungsanbieter zu engagieren. Dazu ein offener Brief von Integrationskursleite/rin- ne/n an das  Kollegium: "Wir würden uns freuen, wenn Ihr Kol- legium sich intern über die Frage beraten würde, ob man einen zweiten, prekären Arbeitsmarkt an Ihrer Schule etablieren will. Wenn der DaZ-Unterricht an Ihrer Schule schon von Externen ge- macht werden kann, dann kann man ... praktisch jedes Unterrichtsfach von billigen VHS-Freiberuflern unterrichten lassen."

 

  

Sprachliche Vielfalt in der Lehrerausbildung

Berliner Universitäten haben ein Projekt "Deutsch als Zweit- sprache. „Sprachen – Bilden – Chancen:  Innovationen für das Berliner Lehramt“ gestartet. Ziel ist es, zukünftige Lehrer/innen besser auf die sprachliche Vielfalt in den Klassenzimmern vorzubereiten; unterstützt wird das Projekt von dem Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache und vom Berliner Senat  für Bildung und Wissenschaft.


 

Sprachtests Ehegattennachzug: Ein Drittel besteht die Prüfung nicht

Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Links-Fraktion hervorvorgeht, fiel im Jahr 2013 fast ein Drittel (12.828 von rund 40.000 Prüflingen) der nachzugswilligen Ehegatten bei dem obligattorischen "Deutschtest" durch:  AusländerInnen aus vielen "Drittländern", die zu ihren - auch deutschen - EhepartnerInnen nach Deutschland ziehen wollen, müssen seit 2007 bereits vor der Einreise in einem Test Deutschkenntnisse nachweisen.

 

 

 

 

Care Migration

"Deutschland im Pflegenotstand. - Perspektiven und Probleme der Care Migration" - so lautete der Titel der Tagung, zu der die Heinrich-Böll-Stiftung am 10. und 11. März 2014 eingeladen hatte. Eine Dokumentation mit Audiointerviews und Video-Mitschnitten der wichtigsten Vorträge und Diskussionen sowie ergänzenden Beiträgen zum Thema wurde für alle Interessenten online zur Verfügung gestellt. (Bild links: cc Maria Lüdtke)

 

 

 

    

"Ich bin nicht halb irgendwas" - Auch ich bin Oxford

Das Projekt, das von der Initiative "Auch ich bin Harvard“ inspiriert wurde, verbindet auf sehr einfache und ansprechende Art die Porträts von „schwarzen“ Oxford-StudentInnen mit Sprüchen, mit denen sie oft und unfreiwillig konfrontiert werden. Eine höchst gelungene Sammlung mit Anregungen für „Weiße“, welche Fragen und Zuschreibungen man vielleicht doch lieber unterlassen sollte.

 

 

 

 

Archiv (Hinweise bis 2010)

 

 

 ⇒ Aktuelle Hinweise

 

Sprache - Arbeit - Migration, Petra Szablewski-Cavus  | post@sprache-arbeit-migration.de
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