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Aktuelle Hinweise

 

 

Sprache - Arbeit - Migration

In diese Seite "Aktuelle Hinweise" werden seit September 2016 keine neuen Hinweise mehr eingepflegt.

Wer an aktuellen Nachrichten zum Arbeitsfeld "Sprache, Arbeit, Migration" interessiert ist, sollte die Facebook-Präsenz der IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch besuchen:

Die "IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch" hat eine Facebook-Präsenz veröffentlicht und stellt dort im Schnitt zwei bis drei neue Hinweise pro Tag ein. - Die Seite ist öffentlich zugänglich und die Nachrichten dort können auch eingesehen werden, ohne bei Facebook angemeldet zu sein. Wer die Beiträge dort kommentieren will oder selber eine Nachricht dort veröffentlichen will, müsste allerdings über ein Konto bei Facebook verfügen.

  

        

 

 

 

 

IAB-Studie zur Flüchtlingsarbeit

"Das IAB hat gemeinsam mit dem Forschungszentrum Migration, Integration und Asyl des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am DIW Berlin eine breit angelegte Untersuchung über geflüchtete Menschen in Deutschland durchführt. Im Rahmen dieser Studie wurden 123 Flüchtlinge in Deutschland und 26 Experten aus der Flüchtlingsarbeit befragt. Ziel dieser qualitativen Studie ist es, vertiefte Einblicke in die Lebenslagen, Erfahrungen, Einstellungen und Erwartungen von geflüchteten Menschen in Deutschland zu gewinnen."
U.a. wurden auch Fragen  zur Bildungmotivation gestellt: "Änlich stark ausgeprägt wie die Arbeitsmotivation ist die Bildungsorientierung der meisten Befragten. Das deutsche Bildungs- und Ausbildungssystem war für viele ein Grund, sich für Deutschland als Zielland zu entscheiden: Sie wollen in Deutschland eine Ausbildung absolvieren oder ein Studium aufnehmen, einige haben sich schon über die ersten Schritte informiert."

 

   

  

 

 

 

Planet Schule: Sitcom zum Deutsch lernen

"EXTRA ist eine 13-teilige Sitcom zum Deutsch lernen. Erzählt wird die Geschichte von Sascha, Anna, Nic und Sam, dem Amerikaner: Ziemlich überraschend steht Sam, Saschas ehemaliger Brieffreund aus den USA, bei Sascha und Anna vor der Tür. Sams Deutschkenntnisse lassen zu wünschen übrig, da sind Missverständnisse vorprogrammiert. Der Amerikaner leistet sich einen „Fauxpas“ nach dem anderen, und deshalb wollen ihn die beiden Mädchen am liebsten so schnell wie möglich loswerden. Aber dann entdecken sie eine andere Seite von Sam. Sam kann bleiben... eine turbulente Zeit beginnt." - Zugänge zu einer Vorschau, den Videosequenzen und den Sendeterminen sowie weiteren Informationen finden sich auf den Webseiten von  Planet Schule.

 

   

  

 

 

 

Wortschatz zum Arbeits- und Berufsleben

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) hat ein kostenloses einsprachiges Wörterbuch herausgebracht, in dem die 50 wichtigsten Begriffe des ProfilPASS für junge Menschen in so genannter  leichter Sprache und grafisch unterlegt erklärt sind: Eine gelungene Sammlung von Vokabeln aus dem Berufs- und Arbeitsleben; die Vokabeln werden jeweils mit Beispielsätzen erläutert. Kostenloser Download.

 

 

  

 

 

 

Mindesthonorar für Integrationskurse erhöht

Das Bundesinnenministerium hat mit Wirkung zum 1. Juli 2016 die Mindestvergütung, die die Integrationskursträger den selbständig beschäftigten Lehrkräften zahlen sollen, von 23 Euro auf 35 Euro je Unterrichtseinheit angehoben. "Zur Sicherstellung der Mindestvergütung steigt auch der Kostenerstattungssatz, den Kursträger je Teilnehmer und Unterrichtseinheit erhalten, von 3,10 Euro auf 3,90 Euro."

 

 
 

 

 

 

Mehrsprachiger Informationsfilm zur Anhörung im Asylverfahren

 

"Der Film "Asyl in Deutschland - Die Anhörung" ist ein Informationsfilm für Flüchtlinge in Deutschland.  Es geht um die Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Die Anhörung ist ein Gespräch während dem man seine Fluchtgeschichte erzählt. Es ist der zentrale Moment eines*r jeden Asylsuchenden. Denn danach wird entschieden, ob man als Flüchtling anerkannt wird, oder nicht.

Unter www.asylindeutschland.de findet man den Film aktuell in neun weiteren Sprachen: Albanisch, Arabisch, Bosnisch, Dari, Englisch, Farsi, Französisch, Mazedonisch, Serbisch, Sorani. (Tigrinya, Kurmandschu, Paschtu, Urdu folgen in Kürze).

 

 
 

 

Projektarbeiten Deutsch im Berufsfeld Busfahrer/Busfahrerin

Im Projektmodul "Deutsch für den Beruf - fachliche Handlungsorientierung" im Rahmen des Bachelorstudiengangs am Herder-Institut der Universität Leipzig wurden unter der Leitung von Dr. Ramona Bitter-Karas und Caterina Tempel neue Projektarbeiten zu Deutsch im Berufsfeld Busfahrer/Busfahrerin erstellt:

Bretschneider, Eva (2016): Untersuchung der schrift-sprachlichen Anforderungen an Busfahrer im Unternehmen "Leipziger Verkehrsbetriebe"

Hamann, Isabel; Krause, Anna (2016): Qualitative Bedarfs-ermittlung mündlicher Sprachanforderungen von Busfahrern

 

 
 

 

 

 

Meseberger Erklärung zur Integration

"Sprach- und Wertevermittlung sind zentrales Fundament für eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft sowie in Bildung, Ausbildung, Studium und Arbeitsmarkt. Daher werden wir die Zugangsmöglichkeiten für die Teilnahme an Integrationskursen verbessern. Die Möglichkeit, Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge oder subsidiär Schutzberechtigte zur Teilnahme am Integrationskurs zu verpflichten, wird erweitert beziehungsweise für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive neugeschaffen. Der Spracherwerb soll so früh wie möglich erfolgen. Das Integrationsgesetz setzt hierfür Anreize, indem der Teilnahmeanspruch an einem Integrationskurs künftig nach einem statt nach bisher zwei Jahren erlischt. Zusätzlich werden in der Integrationskursverordnung die Voraussetzungen für höhere Kurskapazitäten, mehr Transparenz und eine effizientere Steuerung des Integrationskurssystems geschaffen. Bei- spielsweise werden Integrationskurse künftig schneller zustande kommen – statt bisher nach drei Monaten künftig spätestens nach sechs Wochen. Der Orientierungskurs wird von bisher 60 auf 100 Unterrichtseinheiten aufgestockt und inhaltlich stärker auf die Wertevermittlung ausgerichtet." (Pressemitteilung vom 25.05.16)

 

 
 

 

Geflüchtete: Zugang zu Bildung und Arbeit

Eine Zusammenfassung wichtiger Informationen zum Zugang von Geflüchteten zu Bildung und Arbeit in Deutschland stellte der Mediendienst Integration zusammen:
"Ein Arbeitsplatz, Bildung und Deutschkenntnisse werden immer wieder als "Schlüssel zur Integration" genannt. Unter welchen Bedingungen aber dürfen Geflüchtete einem Beruf nachgehen? Welche Qualifizierungsangebote gibt es? Und wann können Flücht-linge an Integrationskursen teilnehmen? In unserer Rubrik haben wir aktuelle Zahlen und Fakten zum Thema zusam-mengefasst."

 

 
 

 

 

 

Facebook-Präsenz der IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch

Die "IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch"  hat eine Facebook-Präsenz  erstellt und am 01.05.2016 veröffentlicht.

Mit dieser Facebook-Seite möchte die Fachstelle

1. über die Ziele, Fragestellungen und Ergebnisse der Arbeit im Bereich der Zweitsprachenförderung im Kontext von Arbeit und Beruf möglichst aktuell  informieren,

2. relevante Studien, Modelle und Praxiserfahrungen vorstellen,

3. gemeinsam mit den Akteuren, die im Bereich des Arbeitsfeldes tätig sind, eine Diskussion zu den Fragestellungen befördern,

um so

4.  mittelfristig ein Diskussionsforum  zu etablieren. 

 

 
 

 

 

 

 

Asypolitik in ausgeählten Ländern der EU

"Trotz der Bemühungen um eine einheitliche europäische Asylpolitik zeigt sich: Wie Flüchtlinge untergebracht werden, ob sie zur Schule gehen oder arbeiten dürfen und wie über ihren Antrag entschieden wird, ist in Europa sehr unterschiedlich geregelt. Der MEDIENDIENST hat die wichtigsten Ent- wicklungen in sechs europäischen Ländern in einem Infor-mationspapier zusammengefasst."

 

 

 

 

 

Berufsbezogene Deutschsprachförderung im "Gesamtprogramm Sprache"

Das Bundeskabinett hat am 04.05.2016  die "Verordnung über die berufsbezogene Deutschsprachförderung" zur Kenntnis erhalten. "Damit ist es gelungen, die berufsbezogene Deutschsprachförderung zum 1. Juli dieses Jahres als Regelinstrument zu verankern. Mittelfristiges Ziel ist es, die Sprachförderung im Rahmen eines neuen „Gesamtprogramms Sprache“ zu einem modularisierten System weiterzuentwickeln, um eine Sprachvermittlung aus einem Guss anbieten zu können."Bundesministerin Andrea Nahles: „Sprachkenntnisse sind das A und O für gelingende Integration. Gute Sprachförderung ist daher die Grundlage für erfolgreiche Integrtionspolitik. Umso wichtiger war es, die berufsbezogene Deutschsprachförderung als Regelinstrument zu etablieren. Wir müssen den allgemeinen Spracherwerb durch die Integrationskurse zudem besser mit den berufsbezogenen Sprachkenntnissen verzahnen. Auch dafür ist die Verordnung ein wesentlicher Schritt. Ziel bleibt eine systematische, aufeinander aufbauende Sprachförderung, die mit der Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration Hand in Hand geht.“ 

Zum Verordnungsentwurf auf der Seite des BMAS hier.

 

 
 

 

 

 

Anforderungen an die Erwachsenenbildung in Migrationsgesellschaften

Die Website Erwachsenenbildung.at bietet fundierte Infor-mationen zum Bereich der Erwachsenenbildung - nicht nur in Österreich, sondern auch für den Bereich der Fort- und Weiterbildung in Deutschland. 
Insbesondere zum Thema "Bildung und Migration" wird die Seite "Erwachsenenbildung in der Migrationsgesellschaft" angeboten:
"Integrationskurse und Spracherwerb mögen ein Anfang sein. Doch wenn es um den sozialen Wandel geht, der mit Zuwanderung verbunden ist, sind die Menschen mit Migra-tionserfahrung nur eine der Zielgruppen von Erwachse-nenbildung. Die Anforderungen der Migrationsgesellschaft betreffen uns alle. Fragen nach Teilhabe, Verständigung und Zusammenleben stellen sich immer wieder neu. Wie Erwachsenenbildung diese Anforderungen beschreibt, reflektiert und deutet, und welche Angebote für Lernen und Bildung sie ihnen entgegen bringt, ist Gegenstand einer Serie von Artikeln auf erwachsenenbildung.at." 

 

 
 

 

 

 

Symposium zur sprachlichen Integration von erwachsenen Migranten

Die Abteilung "Sprache und Politik des  Europarats" hat vom 30. März - 1. April 2016 in Straßburg ein Symposium durchgeführt zum Thema  "The linguistic integration of adult migrants: lessons from research" - LIAM (Die sprachliche Integration von erwachsenen Migranten: Lehren aus der Forschung).
Dieses Symposium sollte dazu beitragen, Politik und Praxis  über die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema zu informieren und sich über die Ergebnisse auszutauschen, die geeignet sind, die sprachliche Integration von erwachsenen Migranten  zu unterstützen.
Das Symposium brachte Forscher aus verschiedenen Disziplinen - Bildung, Didaktik, Psychologie, Angewandte Linguistik, Soziologie usw. - zusammen;  die interdisziplinäre Bestands-aufnahme der Ergebnisse soll den zuständigen Ministerien der Europarats-Mitgliedsstaaten als Grundlage für ihre weiteren Entscheidungen  zur sprachliche Integration von erwachsenen Migranten dienen.
Die Hauptredebeiträge sowie die abstracts aller Beiträge wurden in einem "Book of abstracts" zum Download bereit gestellt.

 

 
 

 

Seite ohne Rassismus

Wer signalisieren möchte, dass seine Seite eine Seite ohne Rassismus ist, kann sich  kostenlos das Siegel "Seite ohne Rassismus" für seine Webseite, seinen Blog, seine Facebookseite oder seinen Twitteraccount herunterladen: "Platziere es in deinem Titelbild und setze so ein gemeinsames Zeichen, für ein Internet ohne Rassismus."

In der Kategorie "Best practice" werden auch ausgewählte Webseiten vorgestellt, die die Seite ohne Rassismus unterstützen.

 

 
 

 

 

 

Neue Medien im Sprachunterricht

Wie wirkt sich die digitale Revolution auf das Sprachenlernen und -lehren aus ? Die fast universelle Nutzung des Internets , von Smartphones und der Konnektivität hat enorme Möglichkeiten für den Sprachen-Erwerb eröffnet.

Mit diesen Fragen und den Lösungsansätzen dazu befasst sich fundiert die Themenseite "New Media in Language Education" des European Centre for Modern Languages of the Council of Europe ( ECML). U.a. werden auch Projekte zum Themenbereich vorgestellt sowie Resourcen angeboten. 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

Zuwanderungsmonitor März 2016 - Aktueller Bericht IAB

 

Die in Deutschland lebende ausländische Bevölkerung ist nach den Zahlen des Ausländerzentralregisters im Februar 2016 um gut 111.000 Personen gegenüber dem Vormonat gestiegen. Der Zuwachs entfällt dabei zu knapp drei Vierteln auf Staatsbürger aus den Kriegs- und Krisenländern und zu gut 20 Prozent auf Personen aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
Die Zahl der Flüchtlinge geht laut dem EASY-Erfassungssystem aktuell stark zurück. Während in den letzten drei Monaten des Jahres 2015 im Durchschnitt gut 170.000 Personen pro Monat erfasst wurden, waren es im Januar 2016 92.000 und im Februar dieses Jahres 61.000. Aufgrund der Schließung der Balkan-Route ist damit zu rechnen, dass im März 2016 die Zahl noch einmal deutlich geringer sein wird.

Im ersten Überblick des Monitors wird u.a. zur  Be- schäftigungssituation festgestellt: "Starkes Beschäftigungs-wachstum bei Personen aus der EU, schwaches bei Personen aus den Kriegs- und Krisenländern. Die Beschäftigung der auslän-dischen Bevölkerung aus den EU-28-Ländern ist im Januar 2016 gegenüber dem Vorjahresmonat um 213.000 Personen (+13 %) gestiegen. Damit erhöhte sich ihre Beschäftigungsquote um 1,1 Prozentpunkte. Die Zahl der Beschäftigten aus den Kriegs- und Krisenländern ist um 23.000 (+23 %) gewachsen. Ihre Beschäf-tigungsquote ist angesichts des starken Bevölkerungswachstums dieser Ländergruppe allerdings um 9,9 Prozentpunkte gefallen. Der Rückgang ist nicht überraschend, weil viele Flüchtlinge noch keinen Arbeitsmarktzugang haben und auch mit einer langsameren Arbeitsmarktintegration im Vergleich zu anderen Migran-tengruppen zu rechnen ist."

 

 
 

 

 

 

 

Für eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt

In Nordrhein-Westfalen werden arbeitsuchende Flüchtlinge jetzt in mehr als 20 so genannten „Integration Points“ (IP) betreut: Arbeitsagentur, Jobcenter und Kommunal-verwaltungen arbeiten dort gemeinsam für die schnelle Integration in den Arbeitsmarkt. Das DGB Bildungswerk ist ebenfalls involviert und vor allem mit der  Beratung zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen beteiligt.
Zu diesem Thema stellt das DGB Bildungszentrum u.a. auch Merkblätter für Betriebs- und Personalräte bereit, mit deren Hilfe  bereits beschäftigte Kolleg/-innen auf dem Weg zur der Anerkennung unterstützt werden können.

 
 

 

 

 

Arbeiten 4.0

Auf der Halbzeitkonferenz  zum Fortschrittsdialog "Arbeiten 4.0" wurde eine neue Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales  (BMAS) und der Nextpractice GmbH vorgestellt. Die Studie widmet sich der Frage, wie Erwerbspersonen in Deutschland die heutige Arbeitswelt erleben und welche Arbeitswelt sie sich für die Zukunft wünschen. Befragt wurden 1.200 Personen auf Basis des Mikrozensus von 2013 über ihre Vorstellungen zum Thema „Arbeit in Deutschland“.

"Eines macht die Studie vor allem deutlich: Die Ansprüche an Arbeit pluralisieren sich stark und das über soziodemografische Trennlinien wie Einkommen oder Ausbildung hinweg. Was für die einen wünschenswerte Zukunft ist, stellt für die anderen ein bedrohliches Szenario dar. 
Nur die wenigsten Erwerbstätigen in Deutschland empfinden ihre aktuelle Arbeitssituation als ideal. Lediglich ein Fünftel der Befragten fühlt sich dem persönlichen Idealbild von Arbeit bereits nah. Knapp die Hälfte der Befragten sieht die eigene Arbeitssituation heute weit vom persönlichen Idealbild von Arbeit entfernt."

 

 
 

 

 

 

Sprachlehrer für Flüchtlinge

"Jeder Zuwanderer muss in Deutschland einen Integrationskurs absolvieren. Qualifizierte Lehrer werden dafür dringend benötigt. Doch sind sie viel schlechter gestellt als ihrein angestellten Kollegen, etwa in den Berufsschulen." - In dem ZDF-Magazin Frontal 21 wurde am 15.03.16 ein Beitrag zum Thema "Sprachlehrer für Flüchtlinge - schlecht bezahlt und ausgenutzt" ausgestrahlt. Der Beitrag ist in der Mediathek des ZDF nachzusehen.

Zur Vertiefung der Fragestellung ist dazu ein Beitrag von Susan Kaufmann (Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch) zu empfehlen: "Wer Deutsch als Zweitsprache für Geflüchtete unterrichtet, muss dafür aus- bzw. fortgebildet sein – und gut bezahlt werden. Ein Plädoyer".

 

 
 

 

 

 

Mehrsprachigkeit in Forschung und Praxis

Für Interessenten, die sich über den Stand der Diskussion zur Mehrsprachigkeit in Deutschland informieren wollen,  hier eine kleine Zusammenstellung von Institutionen und Zentren, die sich schwerpunktmäßig mit entsprechenden Fragestellungen befassen: 

 

 
 

 

 

 

Zweisprachigkeit als Vorteil beim problemlösenden Denken

Forscher der Concordia Universität in Montreal konnten nachweisen, dass zweisprachige Kleinkinder mit zunehmender Sprachpraxis beim problemlösenden Denken teilweise besser abschneiden als Kinder, die mit einer Muttersprache auf- wachsen. So ist es einer Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BCKJ) zu entnehmen. Ein abstract sowie die vollständige Studie (auf Englisch) "The effects of bilingual growth on toddlers’ executive function" wurden im Journal of Experimental Child Psychology Volume 141, Jan. 2016, P- 121-132 veröffentlicht und stehen als Download (gegen Bezahlung) zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

In mehrsprachigen Familien aufwachsen

In einer zunehmend globalisierten Gesellschaft ist Mehrspra-chigkeit eine wichtige Ressource. Heute leben rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, etwa jede/r Fünfte kommt aus einer Zuwandererfamilie (Statistisches Bundesamt 2013). Für viele Kinder aus diesen Familien ist es ganz selbstverständlich, mehrsprachig aufzuwachsen. "Mehrspra- chigkeit darf keine vergessene Ressource bleiben, sondern muss gesellschaftlich und politisch mehr Anerkennung erfahren."

Auf der Basis seiner vielfältigen Erfahrungen mit Mehr- sprachigkeit hat der  Verband "Binationale Familien und Partnerschaften e. V. (iaf) Publikationen herausgegeben und Projekte durchgeführt. Die Materialien stehen online zur Verfügung.

 

 
 

 

 

 

Materialien zum Interkulturellen Lernen LIFE

Das Grundwerk LIFE ist eine Ideen- und Materialsammlung zum Themenkreis „Interkulturelle Bildung". Durch regelmäßige Ergänzungslieferungen wurde der jeweils neueste Stand von Forschung und Praxis im Bereich des interkulturellen Lernens wider gespiegelt. Ausgewählte Beiträge internationaler Wissenschaftler und Pädagogen vermitteln eine ganzheitliche und praxisnahe Darstellung der Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven. Grundlage bildet das vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) erarbeitete Curriculum für interkulturelles Lernen. Die Materialien berücksichtigen diverse Alters- und Zielgrppen und zu den  - sehr professionell gestalteten - Vorlagen werden didaktische Überlegungen vorangestellt.
Nachdem die BMWgroup - als Herausgeber der Materialien -  ihre Seite zum Sozialen Engagement einem Relaunch unterzogen hatte, steht die Ideen- und Materialsammlung nun wieder kostenlos zum Download zur Verfügung (PDF, 90 MB).

 
 

 

 

 

 

Webkonferenz Deutsch als Fremdsprache

"Computer und Tablet sind aus dem Unterricht kaum noch wegzudenken. Doch auch die beste Technik stößt ohne gute Lehrer an ihre Grenzen", so das Fazit der 5. DaFWEBKON 2016, der Webkonferenz für Deutsch als Fremdsprache, das unter dem Motto „Deutsch multimedial gestalten“ vom 4. bis 6. März ausgerichtet wurde. Die DaFWEBKON versteht sich als  "eine einzigartige Webkonferenz für Deutsch als Fremdsprache/ Zweitsprache, die PraktikerInnen, Weiterbildungsinstitutionen und Anbieter weltweit via Internet zusammenführt." Viele Beiträge der Konferenz  wurden in einer Nachlese online zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

Sozialleistungsbezug von Migranten

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat untersucht, ob Migranten und Einheimische, die einen grundsätzlichen Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung aufweisen, diesen Anspruch in unterschiedlichem Maße realisieren. Im Discussion Paper 8/2016 wird unter dem Titel  "Differences in welfare take-up between immigrants and natives"  im Ergebnis festgehalten, "dass sich die Quoten der Nicht-Inanspruchnahme nicht signifikant zwischen Migranten und Einheimischen unterscheiden. Darüber hinaus ist das Ergebnis ..., dass auch unter Kontrolle beobachteter und unbeobachteter Haushaltscharakteristika kein Unterschied im Inanspruchnahmeverhalten zwischen Migranten und Einhei-mischen beobachtet werden kann."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehrsprachigkeitspolitik in der Schweiz

Aus Anlass des Besuchs von Graham Fraser, dem Kanadischen Kommissar für Amtssprachen,  organisierten die Delegierte des Bundes für Mehrsprachigkeit in der Schweiz und die Parlamentsdienste eine Gesprächsrunde in Bern zur Frage „Mehrsprachigkeitspolitik – Eine öffentliche Politik wie jede andere?“. „Für die Schweiz, die wenige Rohstoffe hat, wirkt die Mehrsprachigkeit wie ein nationaler Zement“, führte Bundesrat Ueli Maurer aus.

Die Vorträge zu der Gesprächsrunde stehen auf der Website der Schweizerischen Eidgenossenschaft zum Download zur Verfügung.

 

 
 

 

 

 

 

Konferenz Flüchtlingsforschung

Für den 6. bis 8. Oktober 2016 organisiert das Netzwerk Flüchtlingsforschung  die erste Konferenz der Flüchtlings-forschung. Das Ziel der Konferenz - in Osnabrück - ist es, eine Plattform zur Diskussion zu bieten, und somit den Austausch über Forschungsergebnisse aus allen Gebieten der Zwangs-migrations- und Flüchtlingsforschung zu fördern; Deadline für den Call for Papers zu den 34 geplanten Panels ist der 31.03.2016

 

 
 

 

 

 

Netzwerk „Migration und Mehrsprachigkeit“

Schulen sind mit der Zunahme von Schülern ohne Deutsch-kenntnisse aufgrund des Flüchtlingszustroms aktuell sehr gefordert. Das Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau will von universitärer Seite Unterstützung bieten und hat das Netzwerk „Migration und Mehrsprachigkeit“ ins Leben gerufen. Startschuss zum Netzwerk war die gleichnamige Tagung, an der 150 Lehrerinnen und Lehrer von Primar- und Sekundarschulen aus ganz Rheinland-Pfalz teilnahmen.

 

 

 

 

 

Diskriminierungsfreie Schule

Die 2014 eingeführte Bund-Länder-Fachkommission des Verbunds der Heinrich-Böll-Stiftung analysiert Ideologien der Ungleich-wertigkeit und Neonazismus in der deutschen Gesellschaft sowie die bisher verfolgten Ansätze, um solchen Einstellungen und Handlungen entgegenzuwirken. In den Fokus rücken dabei Mechanismen in der Gesamtgesellschaft, da Diskriminierungen sowohl auf individueller als auch struktureller und institutioneller Ebene geschehen.

Ein neues Policy-Papier mit dem Schwerpunkt "diskri-minierungsfreie Schule" wurde im November 2015 von der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegeben: "Bildungspolitik und Schule in der Verantwortung. Für eine nichtdiskriminierende demokratische Gesellschaft!" Weitere Publikationen der Fachkommission stehen ebenfalls zum Download zur Verfügung.

 

 
 

 

 

 

"Deutsch in Österreich": innere und äußere Mehrsprachigkeit

Der neue Forschungsbereich "Deutsch in Österreich" untersucht die Sprache aus der Perspektive der inneren und äußeren Mehrsprachigkeit. In den nächsten acht Jahren wird an fünf Instituten der Universitäten Wien, Salzburg und Graz aus den Mitteln des Forschungsförderungsfonds (FWF) der Spezial-forschungsbereich "Deutsch in Österreich" durch-geführt. Mitte Januar gab es dazu in Wien eine Kick-off-Veranstaltung.

Der Sprachdiwan-Blogger Nedad Memić hat für den mobil. standard mit Professor Stefan Michael Newerkla von der Universität Wien gesprochen, der dieses Gemeinschaftsprojekt zusammen mit vier anderen österreichischen Sprachwissenschaftlerinnen und Sprach-wissenschaftern leitet.

 

 

  

 

 

 

Handlungsempfehlungen zur  "Flüchtlingskrise"

„Die Flüchtlingskrise als Chance“ - unter diesem Titel stellt die  Roland Berger Stiftung in einer neuen Studie ihre Analyse zur Situation der Menschen, die nach Deutschland fliehen, und zu den sich daraus ergebenden Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Bildung vor. "Im Gesamtjahr 2015 dürften deutlich mehr als eine Million Menschen zu uns kommen. Gelingt die Integration, oder überfordert sie uns? Fest steht: Angesichts des Ausmaßes der Flüchtlingskrise sind wir alle gefordert – Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. (Wie) Schaffen wir das (Erfolgsfaktoren)? Was genau ist zu tun (Handlungsempfehlungen)? Und wie geht es in den nächsten Jahren weiter (Szenarien)? Wir sind realistisch  – und unter gewissen Voraussetzungen optimistisch."

Die Studie beschreibt mehrere Szenarien und gibt auf Basis der Stiftungsarbeit mit jungen Flüchtlingen Handlungs-empfehlungen zu den Aufgaben, die jetzt bewältigt werden müssen.

 

 
 

 

 

 

Babbilonia in Mannheim

Mehrsprachigkeit als Thema einesr Theateraufführung: Das Mannheimer Schnawwl-Ensemble verfügt über vielfältige Migrationserfahrungen und hat mit der Autorin Jagoda Marinic und dem Regisseur Daniel Pfluger das Stück  Babbilonia erarbeitet. "Vorangegangen ist ein Jahr theaterpädagogische Forschungsarbeit im Rahmen des Projekts Mehrsprache.  Mit sechs mehrsprachigen Kindergruppen aus Mannheim wurde theaterpädagogisch gearbeitet. Diese Erfahrungen verdichtet das Ensemble nun zu einem humorvollen, skurrilen Porträt  einer Hausgemeinschaft, wie sie in Mannheim viele zu finden sind." - Eine ausfürlichere Kritik ist in der Rhein-Neckar-Zeitung nachzulsesn.

(Foto links von der Website Schawwl-Ensembles)

 

 
 

 

 

 

Einstiegskurse der Bundesagentur für Arbeit

Die Presse (z.B. hier) informiert seit Anfang des Jahres häufiger über die "Einstiegskurse" der Bundesagentur für Arbeit nach § 421 SGB III  - oft mit der Feststellung, dass rund 220.000 Asylbewerber an diesen Kursen teilnehmen bzw. teilnahmen. Selten wird dort darauf aufmerksam gemacht, dass solche Kurse bisher darauf beschränkt wurden, dass die Teilnehmer VOR dem 31.12.2015 in eine solche Maßnahme eingetreten sind. "Neue Kurse" nach diesem Gestzt können also nicht durchgeführt werden. - Ob über eine weitere Förderung auch über diesen Zeitrahmen hinaus nachgedacht wird und eventuell eine Neuauflage der Kurse 2016 geplant ist, wurde wohl  noch nicht entschieden (oder aber die Öffentlichkeit wurde darüber noch nicht informiert).

"Eintritte in Maßnahmen nach § 421 SGB III sind nur bis einschließlich 31.12.2015 möglich." - Über dieses Detail  und über weitere Details zur Umsetzung der "Einstiegskurse für Asyl- bewerberinnen und Asylbewerber" mit guter Bleibeperspektive informiert ein Fragenkatalog.

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kooperation im Bereich Sprachen  und Migration

Vom 12. bis 14. November haben sich die Mitglieder des Transnationalen Expertenforums „Sprache und Migration“ in Bozen zu einer gemeinsamen Tagung getroffen und eine Abschlusserklärung "Zusammenarbeit aller AkteurInnen" im Bereich Sprachen und Migration verabschiedet: Dort heißt es u.a.."Wir stellen in der aktuellen Situation fest, dass auf bereits vorhandenes Erfahrungs- und Handlungswissen zu wenig zurückgegriffen wird und Strukturen zum angemessenen Umgang mit Sprachen und Migration noch immer nicht dauerhaft etabliert worden sind. Es besteht das Risiko, hinter den Stand der wissenschaftlichen Diskussion zurückzufallen und beispielsweise den Rückzug in die Einsprachigkeit und/ oder eine Defizitorientierung zu wiederholen. ... "

 

 

  

 

 

 

Mehrsprachigkeits-Beratung

Während  ihres Studiums der spanischen Philologie - so schreibt Zwetlina Ortegain ihrem  Beitrag "Estnisch, wenn der Schnee knirscht"  im Standard - habe sie auch viel von dem verstanden, was ihre Eltern getan haben, um ihr Lust auf die Sprache zu vermitteln oder ihr das  Schreiben und Lesen in drei Sprachen beizubringen: " Gelebte Mehrsprachigkeit – dieses Thema faszinierte mich immer mehr. Und nun, selbst Mutter, die ihre Kinder dreisprachig erzieht, merke ich, wie immer noch Eltern wenig Unterstützung erhalten, wenn sie ihre Kinder mehrsprachig erziehen. Es gibt vor allem keine Beratungsangebote. Und so entschied ich mich, das Beratungszentrum Linguamulti zu gründen, um Eltern und PädagogInnen zu unterstützen. Ich biete Workshops, Einzelberatung und Videoconsulting an. Durch das Videoconsulting steht das Know-how von Linguamulti Eltern überall auf der Welt zur Verfügung."  Über ihre Ziele und Workshop-Angebote für  Eltern informiert ein Faltblatt.

 

 

 

 

 

 

Leitfaden zur Deutsch-Förderung mit Flüchtlingen 

Zum Thema Spracharbeit mit Flüchtlingen hat der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutsch-lehrerverband (IDV) einen konkreten Leitfaden für Sprachhelfer/innen veröffentlicht: “Flüchtlinge brauchen Sprache: Was Freiwillige bei der Sprachunterstützung von Flüchtlingen brauchen – und was nicht" von Prof. em Hans-Jürgen Krumm (Wien). Der Text wendet sich mit wertvollen praktischen Tipps sowohl an die freiwilligen Lehrenden, als auch an Verbände und Unis, die ihnen zu einer Lehrerausbildung für diese besondere Stufe verhelfen wollen.
Hervorgehoben sei hier diese Passage:

"Fünf Fallen für Lehrkräfte – Sie können diese Fallen vermeiden, denn Sie sind ja zum Glück keine professionellen Lehrkräfte und machen keinen schulähnlichen Sprachunterricht: 

1. Belehrungswut: Wir sind Sprachbegleiter, nicht Lehrkräfte, die beweisen müssen, wie gut wir sind.

2. Kontrollwahn: Die TN sprechen Sprachen, die wir nicht verstehen – wir müssen auch nicht alles verstehen, was läuft, denn wir sind nicht die Kontrolleure ...

3. Korrekturlust: Wir müssen nicht jeden Fehler korrigieren und dadurch zeigen, wie klug wir sind. Es geht nicht um Korrektheit ...

4. Verantwortungsdruck: Wir schaffen es nicht, alle Fragen und Probleme der TN zu lösen. Loslassen, Begrenztheit eingestehen.

5. Fürsorgesyndrom: Die TN sind selbst erwachsen, haben so viele schwierige Situationen gemeistert, wir dürfen ihnen auch weiterhin viel zutrauen." 

Eine kritische Anmerkung: Der Begriff "Sprachhelfer" sollte überarbeitet werden: Im Text geht es um Angebote zum Lernen/ zum Anwenden von Sprachen der Länder, in denen die angesprochenen "Flüchtlinge" zukünftig leben, in Deutschland, Österreich und in großen Teilen der Schweiz also Deutsch. Oder will man mit dem Begriff "Sprachhelfer" andeuten, dass man "Sprache an und für sich" hilft? Insbesondere als vehemente Befürworterin des Mehrsprachigkeitsansatzes in der DaF/DaZ-Didaktik konnte ich mir den letzten Satz nicht verkneifen.

 

 

 

⇒ Weitere Hinweise

 

⇒ Frühere Hinweise

Sprache - Arbeit - Migration, Petra Szablewski-Cavus  | post@sprache-arbeit-migration.de
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